Geld verdienen im Internet

Dieser Frage stellte sich der Brite Mark Boyle im November 2008. Boyle startete ein Experiment, ein Jahr lang kein Geld ausgeben. Das geht? Wie hält man das aus? Mark Boyle ist der lebende Beweis das es geht und das man es aushält. Mark Boyle hat Wirtschaft studiert und war auch so über die Wirtschaftskrise im Bilde. Das war allerdings nicht seine Motivation einen solchen Versuch zu starten. Die Idee zu diesem Experiment kam Boyle nach dem er den Film „Gandhi“ gesehen hatte. „Gandhi hat gesagt, wir sollen selbst den Wandel durchmachen, den wir in der Welt sehen wollen.“ Anfangs irietiert von dieser Aussage Gandhis unetrhielt sich Mark Boyle kurze Zeit später mit einem Freund über die verschiedensten Themen, wei zum Beispiel den Klimawandel oder Ressourcenverschwendung. Boyle wurde klar wo die meisten Probleme ihren Ursprung haben. Das Problem liegt seiner Meinung nach daran, das wir die Tragweite unserer Handlungen nicht direkt beobachten können. Er beschreibt das an Hand einiger Beispiele. Wenn wir unser Essen selbst anbauen würden, würden wir nicht soviel wegschmeißen oder wenn wir unser Trinkwasser selbst reinigen müssten, dann würden wir es nicht verschwenden. Mark Boyle stellte selbst Waschmittel sowie Zahnpasta her, statt mit dem Auto zu fahren, fuhr er 40 Kilometer in die Stadt. Zunächst musste er sich um eine Unterkunft kümmern, da er keine Miete mehr zahlen konnte. Als Schalfplatz bekam er einen Camper geschenkt, doch auch diesen musste er irgendwo abstellen ohne dafür zu zahlen. Er arbeitete ein paar Stunden auf einem Bauernhof und durfte dafür das Grundstück nutzen. Um den Camper zu beheizen und um zu kochen, baute er einen kleinen Ofen. Fleißend Wasser elektrische Geräte oder eine für uns gewpohnte Toilette gab es nicht, noch nicht mal Toilettenpapier. Das einzige was er besaß war ein Laptop und ein Handy mit einer leeren Prepaidkarte, welche er über Solarzellen, welche auf dem Dach des Camper installiert waren, auflud. Zeitungen dienten als Toilettenpapier. Da er Verganer ist, benmötigte er kein Fleisch und baute das meiste seiner Nahrung selbst an oder sammelte diese im Wald. Zwar ersparte sich Mark Boyle eine Menge Stress wie Kontoauszüge, Rechnungen und Büro, jedoch musste er dafür im Bereich des Soziallebens zurückstecken. Mit Freunden ausgehen war nicht möglich, stattdessen unternahm er Wanderungen oder machte ein Lagerfeuer.

Der Versuch von Mark Boyle ist beeindruckend und wirft gleichzeitig einige Fragen auf. Was wäre wenn mehr Menschen so leben würden? Könnte das funktionieren und welches Auswirkungen hätte das auf die Wirtschaft und das Ökosystem? Sicher ist das nicht viele Menschen so leben würden, da der Mensch zu sehr an die moderne Gesellschaft und seine Vorzüglichkeiten, wie fließend warm Wasser, Strom, Fernsehen, Internet, eingeschweisten Essen und Junk-Food gewöhnt ist. Wer will schon mit eiskaltem Wasser Stundenlang seine Wäsche, mit Waschmittel das auch noch selbst hersgestellt werden muss, waschen?

Auf jeden Fall hat Mark Boyle bewiesen das Geld nicht überlebensnotwendig ist, sondern nur eine bequemlichkeit darstellt um das Leben einfacher zu machen. Warum selbst Salat anbauen? Ich geh los, leg Geld auf den Ladentisch und bekomme meinen Salat dafür. Wo dieser Salat herkommt, wieviel arbeit es gemacht hat ihn anzubauen und wie lange es gedauert hat, das interessiert mich dann nicht mehr. Es macht ja auch sehr viel arbeit sich über sowas gedanken zu machen.